FDP Gettorf

Presse vom 11.11.2015:

Gettorfs Gewerbe - Wie kann sich unsere Wirtschaft entwickeln?

Wie kann Gettorfs Ortskern weiter belebt werden? Warum ist die Ausweitung der Gewerbeflächen so dringend notwendig? Warum lehnt die FDP eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer in Gettorf ab? Darüber diskutierten am 10.11. Christopher Vogt, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages und Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, Jan Butenschön, Projektmanager für Ortsentwicklung in Hohenwestedt sowie der Vorsitzende des Gettorfer Handels- und Gewerbevereins (HGV), Thomas Grötsch, auf dem 4. Liberalen Bürgerstammtisch der FDP Gettorf mit den Gästen.

Knapp 30 Gäste, darunter u.a. der Vorsitzende des Gettorfer Bauausschusses Marco Koch (CDU), der Vorsitzende des Gettorfer Turnvereins, Gunnar Buchheim, sowie dessen Geschäftsführer, Thomas Glüsing, und etliche Gewerbetreibende waren der Einladung des FDP-Ortsvorsitzenden Thorsten Wilke gefolgt, der die Moderation übernahm.

Christopher Vogt beklagte, dass Bundes- und Landesregierung die Gewerbetreibenden mit vielen Entscheidungen eher behinderten, als deren unternehmerische Aktivitäten zu unterstützen und zu fördern. „Zu viel Bürokratie und zu viele Dokumentationspflichten behindern oftmals die unternehmerische Entfaltung vor Ort. Viele gute Ideen der Unternehmen scheitern an den miserablen Rahmenbedingungen“, so Vogt. Er verwies darauf, dass insgesamt zu wenig in die Infrastruktur vor Ort investiert werde – vom Bund, vom Land, aber auch von den Kommunen. So sei die Ausweisung neuer Gewerbegebiete nicht nur als Kostenfaktor zu betrachten, sondern eine Chance für Neuansiedlungen von Unternehmen und eine Chance für eine langfristig steigende Finanzkraft der Kommunen. Steuerliche Anreize, etwa über die Gewerbe- oder die Grunderwerbsteuer, könnten ebenfalls hilfreich sein – wenn sie richtig gesetzt würden.

Jan Butenschön stellte zunächst seine Aufgaben als Wirtschaftsförderer der Gemeinde Hohenwestedt vor. „Die Gemeinde Hohenwestedt hat erkannt, dass es bei der weiteren Ortsentwicklung darum gehen muss, Aufbruchstimmung bei den Unternehmern und den Menschen insgesamt zu erzeugen“, so Butenschön. Dieses Zeichen des Aufbruchs gelte es sowohl nach innen, aber in einem nächsten Schritt auch nach außen zu vermitteln. Mit der Schaffung eines hauptamtlichen Wirtschaftskümmerers sei der erste Schritt in diese Richtung gemacht worden. Mit Erfolg: „Wir wollten ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Das ist uns, denke ich, gelungen.“ Eine gemeinsame Vermarktung des Standortes könne laut Butenschön auf Gettorf übertragen werden, da sich beide Gemeinden sehr ähnelten. „Dafür braucht es einen Kümmerer, der sich um die Umsetzung von Vorschlägen bemüht, aber auch das Netzwerken übernimmt und alle Gesprächspartner an einen Tisch bringt.“

Thomas Grötsch griff diesen Punkt dankbar auf. „Dass die kleinere Gemeinde Hohenwestedt sich einen eigenen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer leistet, zeigt deutlich, dass wir das in Gettorf auch schaffen können.“ Ein solches Modell werde dringend benötigt – ebenso wie die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, appellierte Grötsch an die Gettorfer Kommunalpolitik. „Das ist ein ganz wichtiges Thema. Denn wir haben Interessierte, die wir weg schicken müssen. Das ist mehr als unglücklich.“ Grötsch verwies zudem auf laufende Anstrengungen des HGV und der Gemeinde für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. So könnten die Beauftragung der CIMA und die in diesem Zusammenhang erarbeiteten Ergebnisse zu einer verbesserten Vermarktung des Standortes beitragen. „Für eine tragfähige Analyse braucht es aber Zeit. Wir können nicht erwarten, dass die CIMA in kurzer Zeit die Probleme der vergangenen Jahre löst. Insgesamt müssen wir alle daran arbeiten, Gettorf als Einheit zu vermarkten“, so Grötsch. Über Steuererhöhungen zu diskutieren sei aus Sicht der Gewerbetreibenden niemals gut, sagte Grötsch mit Blick auf die erste Sitzung des neu eingerichteten gemeindlichen Arbeitskreises Finanzen.

„Für die FDP steht fest: Der Ortskern muss in seiner Gesamtheit betrachtet und vermarktet werden, Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer müssen aktiv in den Planungsprozess einbezogen und zur Unterstützung motiviert werden“, erklärte Thorsten Wilke in seinem Resümee zur Diskussion. Die FDP Gettorf halte es daher für notwendig, Gewerbetreibende, Verwaltung und Politik an einen Tisch zu holen, um ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Ideen und konkrete Wege zur Attraktivitätssteigerung Gettorfs zu entwickeln. „Ein Steuererhöhungsarbeitskreis wird dies nicht leisten. Im Gegenteil“.
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